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Teil unserer Website-Sicherheit

SSL-Zertifikat einrichten & HTTPS-Umstellung

Korrekte Verschlüsselung nach BSI TR-02102-2, DSGVO-konforme TLS-Konfiguration und vollständige HTTPS-Umstellung ohne Mixed Content – sauber, sicher, nachweisbar.

Vertraut von über 300 Unternehmen
DSGVO-konform Made in Germany SSL-verschlüsselt 100% Garantie Festpreise
SSL-Zertifikat einrichten & HTTPS-Umstellung
Reaktionszeit an Werktagen – angestrebt
< 30 Min

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Angestrebte SSL-Labs-Note nach unserer Konfiguration
A / A+

Angestrebte SSL-Labs-Note nach unserer Konfiguration

Kein Stundensatz, kein Kostenrisiko – transparente Pakete
Festpreis

Kein Stundensatz, kein Kostenrisiko – transparente Pakete

TLS-Konfiguration nach TR-02102-2 Version 2026-01
BSI-konform

TLS-Konfiguration nach TR-02102-2 Version 2026-01

Das Schlosssymbol im Browser ist kein Qualitätsmerkmal, sondern die Mindestvoraussetzung: DSGVO Art. 32 verlangt ausdrücklich die Verschlüsselung personenbezogener Daten als Stand der Technik – für jede Website mit Kontaktformular, Login oder Bestellprozess, nicht nur für Online-Shops. Wer noch auf HTTP betreibt oder eine fehlerhafte TLS-Konfiguration hat, riskiert Bußgelder bis zu 10 Mio. EUR oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes nach Art. 83 Abs. 4 DSGVO und verliert das Vertrauen seiner Besucher.

Wir richten Ihr SSL-Zertifikat ein, stellen Ihre Website vollständig auf HTTPS um, beheben Mixed-Content-Fehler an der Wurzel und konfigurieren TLS nach BSI TR-02102-2 (Version 2026-01, veröffentlicht am 27.01.2026) – inklusive HSTS, Perfect Forward Secrecy und OCSP Stapling. Das Ziel: SSL Labs Note A oder A+, keine Browser-Warnungen, keine Datenschutzlücken. Diese Leistung ist Teil unserer umfassenden Website-Sicherheitsbetreuung – einen Überblick aller Sicherheitsleistungen finden Sie auf der Übersichtsseite /leistungen/website-sicherheit/.

Dieser Leitfaden erklärt Ihnen, worauf es bei einer professionellen SSL- und HTTPS-Konfiguration ankommt, welche typischen Fehler Websites unsicher machen und wie unser Vorgehen im Detail aussieht – mit konkretem Fachwissen, das Sie direkt anwenden oder bei uns beauftragen können.

01

Rechtspflicht: Warum HTTPS keine Option, sondern Pflicht ist

Rechtspflicht: Warum HTTPS keine Option, sondern Pflicht ist

Viele Websitebetreiber glauben, HTTPS sei nur für Online-Shops relevant. Das ist falsch. Die Datenschutz-Grundverordnung verpflichtet jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet, zu angemessenen technischen Schutzmaßnahmen. Sobald Ihre Website ein Kontaktformular, eine Newsletteranmeldung, einen Login oder ein Bestellformular enthält, fallen Name, E-Mail-Adresse und alle weiteren Eingaben unter DSGVO Art. 32. Die Pflicht gilt unabhängig von Branche, Unternehmensgröße oder Umsatz – maßgeblich ist allein, dass personenbezogene Daten über die Website übertragen werden.

DSGVO Art. 32: Verschlüsselung als gesetzliche Anforderung

DSGVO Art. 32 Abs. 1 lit. a nennt ausdrücklich die Verschlüsselung personenbezogener Daten als geeignete technische Maßnahme, die dem Stand der Technik entsprechen muss. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat klargestellt: Jede unverschlüsselt aufrufbare Seite und jede unverschlüsselt nachgeladene Ressource – auch Bilder, Stylesheets oder JavaScript-Dateien – stellt einen Verstoß gegen Art. 32 DSGVO dar. Verstöße gegen Art. 32 (technisch-organisatorische Maßnahmen) fallen unter den Bußgeldrahmen des Art. 83 Abs. 4 DSGVO: bis zu 10 Mio. EUR oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

BSI TR-02102-2: Der technische Standard für Deutschland

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definiert in der Technischen Richtlinie TR-02102-2 (Version 2026-01, veröffentlicht am 27.01.2026) konkret, welche TLS-Versionen und Cipher Suites als sicher gelten. Diese Richtlinie ist der maßgebliche technische Referenzpunkt für Webserver-Konfigurationen in Deutschland. Behörden, Banken und immer mehr private Auftraggeber setzen die Einhaltung vertraglich voraus. Die aktuelle Version verschärft gegenüber früheren Ausgaben insbesondere die Anforderungen an Schlüssellängen und Cipher-Auswahl: TLS 1.2 ist nur noch mit AEAD-Cipher-Suites zulässig, CBC-Modi gelten als nicht mehr empfohlen, und Perfect Forward Secrecy ist verpflichtend vorgeschrieben.

Achtung: TLS 1.0 und TLS 1.1 sind verboten

RFC 8996 (März 2021) hat TLS 1.0 und TLS 1.1 formal abgekündigt. PCI DSS (Kreditkartenzahlungen) verbietet TLS 1.0 explizit. Alle modernen Browser haben diese Versionen entfernt. Wer noch TLS 1.0 oder 1.1 betreibt, verliert bei SSL Labs mindestens eine Bewertungsstufe und verstößt gegen BSI TR-02102-2 Version 2026-01.

02

Welches SSL-Zertifikat braucht Ihre Website?

Welches SSL-Zertifikat braucht Ihre Website?

SSL-Zertifikate unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem im Validierungsumfang. Die Wahl des richtigen Zertifikatstyps hängt von Ihrem Geschäftsmodell und den Anforderungen Ihrer Zielgruppe ab. Ein teures Zertifikat bietet dabei keine stärkere Verschlüsselung als ein kostenloses – der Unterschied liegt ausschließlich in der Identitätsprüfung durch die Zertifizierungsstelle.

Vergleich: DV, OV und EV-Zertifikate

MerkmalDV (Domain Validation)OV (Organization Validation)EV (Extended Validation)
PrüfungNur DomaineigentümerschaftUnternehmen wird verifiziertHöchste Identitätsprüfung
AusstellungsdauerMinuten bis Stunden1–5 Werktage1–2 Wochen
PreisKostenlos (Let's Encrypt)KostenpflichtigKostenpflichtig (höher)
Anzeige im BrowserSchloss-SymbolSchloss-SymbolSchloss-Symbol (seit ca. 2019 kein grüner Balken mehr)
Geeignet fürBlogs, Infoseiten, einfache KMU-SitesUnternehmenswebsites, B2BOnline-Banking, kritische Transaktionen
Let's EncryptJaNeinNein
Laufzeit90 Tage (auto-renewal)1–2 Jahre1–2 Jahre

Let's Encrypt: Kostenlos, automatisiert, weitverbreitet

Let's Encrypt stellt ausschließlich DV-Zertifikate aus – kostenlos, automatisiert über das ACME-Protokoll und mit 90-tägiger Laufzeit. Für die meisten Unternehmenswebsites ist das vollkommen ausreichend. Wichtig: Die kurze Laufzeit erfordert eine zuverlässige Auto-Renewal-Automatisierung, sonst läuft das Zertifikat ab und Besucher sehen eine Sicherheitswarnung.

Technische Anforderungen an das Zertifikat selbst

Unabhängig vom Zertifikatstyp gelten technische Mindestvorgaben, die durch BSI TR-02102-2 und die Anforderungen gängiger Browser definiert werden. Die Schlüssellänge ist dabei ein häufig unterschätzter Parameter: Ein zu kurzer Schlüssel macht das Zertifikat angreifbar, selbst wenn die Konfiguration im Übrigen korrekt ist.

  • Schlüssellänge: RSA mindestens 3000 Bit gemäß BSI TR-02102-2 Version 2026-01; empfohlen ECDSA mit 256 Bit (P-256), das einer RSA-Sicherheit von rund 3072 Bit entspricht bei deutlich kleinerer Schlüsselgröße und schnellerer Verarbeitung
  • Signaturalgorithmus: SHA-256 mindestens – MD5 und SHA-1 sind veraltet und werden von Browsern mit einem Fehler abgelehnt
  • Bei jeder Verlängerung: immer einen neuen Privatschlüssel generieren, niemals den alten wiederverwenden
  • Wildcard-Zertifikate sparsam einsetzen: ein kompromittierter Subdomainserver gefährdet alle anderen Subdomains, die dasselbe Wildcard-Zertifikat nutzen
  • CAA DNS-Record setzen: legt fest, welche Zertifizierungsstellen überhaupt Zertifikate für Ihre Domain ausstellen dürfen – ohne CAA könnte jede CA unautorisiert ein Zertifikat für Ihre Domain ausstellen
  • OCSP Stapling aktivieren: beschleunigt die Sperrstatus-Prüfung und verhindert Privacy-Lecks gegenüber der CA, da der Browser den Sperrstatus nicht mehr selbst abfragen muss
03

Sichere TLS-Konfiguration nach BSI TR-02102-2

Sichere TLS-Konfiguration nach BSI TR-02102-2

Ein installiertes Zertifikat allein reicht nicht. Entscheidend ist die TLS-Konfiguration des Webservers: Welche Protokollversionen sind aktiviert? Welche Cipher Suites werden angeboten? Gibt es Perfect Forward Secrecy? Wer hier spart oder veraltete Standardkonfigurationen übernimmt, hinterlässt Angriffsfläche – und bekommt bei SSL Labs höchstens ein B. Eine A+-Bewertung setzt voraus, dass nicht nur das Zertifikat stimmt, sondern die gesamte Konfigurationsschicht darunter.

Erlaubte Protokollversionen

TLS 1.3 aktivieren (Standard, höchste Sicherheit, bessere Performance durch reduzierte Handshake-Latenz)
TLS 1.2 aktivieren (Kompatibilität mit älteren Clients – aber nur mit AEAD-Cipher-Suites, kein CBC)
TLS 1.1 deaktivieren (RFC 8996, BSI TR-02102-2 Version 2026-01)
TLS 1.0 deaktivieren (RFC 8996, BSI TR-02102-2, PCI DSS)
SSL 3.0 deaktivieren (POODLE-Angriff, seit Jahren kompromittiert)
SSL 2.0 deaktivieren (kritisch unsicher, de facto seit Jahren abgekündigt)
TLS_FALLBACK_SCSV-Extension aktivieren (Schutz vor Downgrade-Angriffen gemäß RFC 7507)

Empfohlene Cipher Suites

TLS 1.3 verwendet ausschließlich AEAD-Cipher-Suites und benötigt keine manuelle Konfiguration – der Standard ist hier bereits vollständig sicher. Bei TLS 1.2 ist die Auswahl dagegen entscheidend: Nur ephemere Schlüsselaustauschverfahren (ECDHE, DHE) gewährleisten Perfect Forward Secrecy. CBC-basierte Cipher Suites sind nach BSI TR-02102-2 Version 2026-01 für TLS 1.2 nicht mehr zulässig. Statische RSA-Schlüsselaushandlung (TLS_RSA_*) muss deaktiviert werden, weil sie keine PFS ermöglicht und bei späterer Schlüsselkompromittierung sämtliche gespeicherten vergangenen Sitzungen entschlüsselbar macht.

  • TLS 1.3 (automatisch sicher, keine Konfiguration erforderlich): TLS_AES_128_GCM_SHA256, TLS_AES_256_GCM_SHA384, TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256
  • TLS 1.2 empfohlen (nur AEAD, nur ECDHE): TLS_ECDHE_RSA_WITH_AES_128_GCM_SHA256, TLS_ECDHE_RSA_WITH_AES_256_GCM_SHA384, TLS_ECDHE_ECDSA_WITH_AES_128_GCM_SHA256
  • Zu deaktivieren: NULL-Cipher, Anonymous-Cipher (anon), EXPORT-Cipher, RSA-Transportverschlüsselung ohne PFS (TLS_RSA_*), statisches DH (TLS_DH_*, TLS_ECDH_*), alle CBC-basierten TLS-1.2-Suites
  • SSL/TLS-Komprimierung deaktivieren (verhindert CRIME-Angriff auf Session-Cookies: SSLCompression off in Apache)

Perfect Forward Secrecy (PFS)

Perfect Forward Secrecy bedeutet: Selbst wenn der private Schlüssel eines Servers zu einem späteren Zeitpunkt kompromittiert wird, können aufgezeichnete vergangene Sitzungen nicht nachträglich entschlüsselt werden. Möglich wird dies durch ephemere Schlüssel (ECDHE, DHE), die nach jeder Sitzung verworfen werden und nirgendwo dauerhaft gespeichert sind. TLS 1.3 erzwingt PFS für alle Verbindungen – bei TLS 1.2 muss dies durch explizite Cipher-Suite-Auswahl sichergestellt werden. BSI TR-02102-2 Version 2026-01 macht PFS verpflichtend; eine Konfiguration ohne PFS gilt nicht mehr als BSI-konform.

Praxis-Werkzeug: Mozilla SSL Config Generator

Unter ssl-config.mozilla.org können Sie fertige, getestete Konfigurationen für Apache, Nginx und HAProxy abrufen – in den Profilen Modern (nur TLS 1.3), Intermediate (TLS 1.2 + 1.3 mit AEAD) und Old (maximale Kompatibilität). Dieses Tool wird von OWASP empfohlen und ist auf den BSI-Stand abgestimmt. Die generierten Konfigurationen sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, müssen jedoch nach Ihrem spezifischen Serverkontext angepasst werden.

TLS-Konfiguration testen

  • SSL Labs Server Test (ssllabs.com/ssltest): Detaillierte Bewertung mit Schulnote A+ bis F, Analyse von Protokollen, Cipher Suites, Zertifikat und Header – das wichtigste Diagnosewerkzeug
  • MDN HTTP Observatory (developer.mozilla.org/en-US/observatory): Fokus auf HTTP-Sicherheits-Header wie HSTS, CSP, X-Frame-Options
  • sslyze (Python CLI, github.com/nabla-c0d3/sslyze): Skriptbarer Test für automatisierte Prüfungen in CI/CD-Pipelines und regelmäßige Scans
  • Nach unserer Konfiguration: A oder A+ auf SSL Labs – das ist unser messbares Lieferziel, das wir durch den Screenshot des Testergebnisses belegen
04

HTTPS-Umstellung ohne Mixed Content: Schritt für Schritt

HTTPS-Umstellung ohne Mixed Content: Schritt für Schritt

Die größte Stolperfalle bei einer HTTPS-Umstellung ist Mixed Content: Die HTML-Seite wird über HTTPS ausgeliefert, Bilder, Stylesheets, Skripte oder Fonts werden aber noch über HTTP geladen. Moderne Browser blockieren aktiven Mixed Content (JavaScript, iFrames, XHR-Anfragen) vollständig – die Seite funktioniert dann nicht mehr korrekt, auch wenn das Zertifikat einwandfrei ist. Passiver Mixed Content (vor allem Bilder) erzeugt Warnungen und kann in künftigen Browser-Versionen ebenfalls vollständig blockiert werden. Mixed Content ist kein seltener Randfall: Er tritt bei praktisch jeder HTTPS-Umstellung auf, die ohne sorgfältige Datenbankmigration durchgeführt wird.

Typische Fehlerquellen bei der HTTPS-Umstellung

  • Hardcodierte http://-URLs in CMS-Datenbanken (bei WordPress z. B. die Felder siteurl und home in der Tabelle wp_options sowie alle Media-Uploads und Inhaltslinks)
  • CSS url()-Pfade in Theme-Stylesheets, die auf HTTP-Ressourcen wie Hintergrundbilder oder Fonts zeigen
  • JavaScript-Variablen mit hardcodierten HTTP-URLs, häufig in Theme-Dateien oder Custom-Plugins
  • Drittanbieter-Ressourcen (Google Fonts, CDN-Assets, Social-Widgets, Chat-Tools) ohne HTTPS-Unterstützung oder mit veralteten HTTP-Einbettungslinks
  • WYSIWYG-Links im CMS-Editor, die bei der Migration nicht aktualisiert wurden und auf interne Seiten per HTTP verweisen
  • Iframe-Einbettungen (YouTube, Google Maps, Vimeo) mit alten HTTP-Einbettungscodes
  • Theme-interne Font-Referenzen, die direkt auf externe HTTP-Server zeigen statt auf lokale Kopien
  1. 1

    Zertifikat installieren und HTTPS-Erreichbarkeit testen

    SSL-Zertifikat einrichten, Webserver für HTTPS konfigurieren, Erreichbarkeit unter https:// manuell prüfen, Zertifikatsdetails im Browser kontrollieren. Erst wenn HTTPS fehlerfrei erreichbar ist, folgen die weiteren Schritte.

  2. 2

    Interne URLs und Datenbank migrieren

    Alle internen Links, Medienpfade und CMS-Datenbank-Einträge von http:// auf https:// oder protokollrelative Pfade umstellen. Bei WordPress: wp_options-Felder siteurl und home, alle Medienverweise, Inhaltslinks im post_content sowie Theme-Hardcodes. Bei TYPO3 und anderen CMS analog.

  3. 3

    Mixed-Content-Scan durchführen

    Browser DevTools (Console-Tab auf der Live-Seite), Why-No-Padlock-Tool und SSL Labs Mixed Content Checker einsetzen. Jede HTTP-Ressource identifizieren, dokumentieren und beheben – der Scan muss alle Seitentypen abdecken, nicht nur die Startseite.

  4. 4

    HTTP-zu-HTTPS-Redirect einrichten

    Permanente 301-Weiterleitung auf Webserverebene konfigurieren – in Apache via RewriteRule, in Nginx via return 301. Kein Redirect über CMS-Plugins, da diese erst nach vollständigem PHP-Start greifen und frühere Anfragen nicht erfassen.

  5. 5

    HSTS-Header aktivieren

    Erst wenn 100 % aller Ressourcen und Subdomains über HTTPS erreichbar sind: Strict-Transport-Security-Header mit max-age=31536000 aktivieren. Dieser Schritt ist schwer rückgängig zu machen – daher erst nach vollständiger Prüfung.

  6. 6

    SSL Labs Test und Abnahme

    Finaler Test auf ssllabs.com/ssltest: Ziel A oder A+. Ergebnis-Screenshot als Protokoll an den Auftraggeber übergeben. Monitoring für Zertifikatsablauf einrichten, damit eine Warnung 30 Tage vor Ablauf ausgelöst wird.

HSTS nie vor der vollständigen HTTPS-Umstellung aktivieren

Ein Browser, der einen HSTS-Header mit max-age=31536000 empfangen hat, verweigert für ein Jahr jede HTTP-Verbindung zu dieser Domain – auch wenn danach das Zertifikat abläuft oder HTTP aus irgendeinem Grund wieder benötigt wird. HSTS über HTTP gesendet wird vom Browser ignoriert; er muss zwingend über eine aktive HTTPS-Verbindung übertragen werden. Zu früh gesetzt, kann HSTS eine Website für viele Besucher dauerhaft unzugänglich machen.

05

HSTS: HTTP Strict Transport Security richtig einsetzen

HSTS: HTTP Strict Transport Security richtig einsetzen

HSTS ist der stärkste Mechanismus, um SSL-Stripping-Angriffe zu verhindern. Beim SSL-Stripping leitet ein Angreifer im Netzwerk – etwa in einem offenen WLAN – HTTPS-Verbindungen auf HTTP um, ohne dass der Nutzer es bemerkt. HSTS verhindert das: Der Browser lernt, diese Domain immer direkt über HTTPS anzusprechen, ohne vorher eine HTTP-Verbindung aufzubauen. Das funktioniert, weil der Browser den HSTS-Eintrag lokal speichert und künftige Anfragen intern von http:// auf https:// umschreibt, bevor sie das Netzwerk erreichen.

Der HSTS-Header im Detail

Der Header lautet: Strict-Transport-Security: max-age=31536000; includeSubDomains. Der Wert max-age=31536000 entspricht einem Jahr – das ist die Mindestanforderung für das HSTS-Preloading. includeSubDomains bedeutet, dass der Schutz für alle Subdomains gilt; dieser Parameter darf nur gesetzt werden, wenn alle Subdomains zuverlässig HTTPS unterstützen. Fehlt auch nur eine einzige Subdomain ohne HTTPS, verlieren Nutzer nach HSTS-Aktivierung den Zugang zu dieser Subdomain vollständig, weil der Browser die HTTP-Verbindung verweigert und keine HTTPS-Alternative existiert.

HSTS Preloading: erhöhter Schutz, irreversibler Schritt

Über hstspreload.org können Domains in die browsereigene HSTS-Preload-Liste aufgenommen werden. Diese Liste ist direkt in Chrome, Firefox, Safari und Edge eingebaut – die HTTPS-Erzwingung gilt dann schon beim allerersten Besuch, ohne dass der Browser je einen HSTS-Header empfangen haben muss. Damit wird auch die erste Verbindung eines neuen Besuchers geschützt, bei der ohne Preloading noch kein HSTS-Eintrag im Browser vorliegt. Die Aufnahme in die Liste ist unkompliziert; die Entfernung dagegen dauert Monate bis Jahre und erfordert einen separaten Antrag. Preloading ist daher nur für Domains geeignet, bei denen dauerhaft und unwiderruflich HTTPS auf allen Subdomains sichergestellt ist.

HSTS-Parameter auf einen Blick

ParameterWert / EmpfehlungBedeutung
max-age31536000 (1 Jahr)Wie lange der Browser HTTPS erzwingt – Mindestwert für Preloading
includeSubDomainsNur wenn alle Subdomains HTTPS unterstützenSchutz gilt für alle Subdomains der Domain
preloadOptional, nur bei dauerhafter HTTPS-NutzungAufnahme in browsereigene Preload-Liste (Chrome, Firefox, Safari, Edge)
ÜbertragungskanalNur über HTTPSÜber HTTP gesendeter HSTS wird vom Browser vollständig ignoriert

HSTS schützt nicht beim ersten Aufruf (ohne Preloading)

Ohne Preloading gilt HSTS erst ab dem zweiten Besuch – beim allerersten Aufruf kann ein Angreifer noch eingreifen, weil der Browser noch keinen HSTS-Eintrag hat. Preloading schließt diese Lücke, bindet Sie aber dauerhaft an HTTPS für alle Subdomains. Für die meisten Unternehmenswebsites ist der Standard-HSTS-Header ohne preload-Direktive ein sehr guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Flexibilität.

06

Die häufigsten SSL/TLS-Fehler und wie wir sie beheben

Die häufigsten SSL/TLS-Fehler und wie wir sie beheben

In unserer Arbeit mit Unternehmenswebsites begegnen uns immer wieder dieselben Konfigurationsfehler. Keiner davon ist dramatisch schwer zu beheben – aber jeder hinterlässt eine Sicherheitslücke oder senkt die SSL-Labs-Bewertung. Besonders häufig finden wir Kombinationen mehrerer dieser Fehler, weil veraltete Standardkonfigurationen einfach nie aktualisiert wurden. Hier die typischen Befunde:

SSL/TLS-Komprimierung aktiv: ermöglicht den CRIME-Angriff auf Session-Cookies und damit Sitzungsübernahme – muss auf Webserverebene deaktiviert werden
TLS 1.0 und 1.1 noch aktiviert: Verstoß gegen BSI TR-02102-2, RFC 8996 und PCI DSS – führt zu Abzug bei SSL Labs
Cipher Suites ohne Forward Secrecy (TLS_RSA_*): kein PFS, vergangene Sitzungen bei späterer Schlüsselkompromittierung vollständig entschlüsselbar
CBC-basierte Cipher Suites bei TLS 1.2: seit BSI TR-02102-2 Version 2026-01 nicht mehr zulässig
Mixed Content nach HTTPS-Umstellung: häufigste Ursache sind nicht migrierte Datenbank-URLs oder Theme-Pfade
Selbstsigniertes Zertifikat in Produktion: Browser zeigt Sicherheitswarnung, alle Nutzer müssen aktiv bestätigen, viele verlassen die Seite sofort
Zertifikat abgelaufen: kompletter Ausfall – alle Nutzer sehen eine rote Warnseite, keine Ausnahme möglich
HSTS zu früh oder mit includeSubDomains gesetzt, obwohl Subdomains kein HTTPS haben: Nutzer können betroffene Subdomains nicht mehr erreichen
Kein OCSP Stapling: langsamere Verbindungsaufbauzeiten durch externe OCSP-Abfragen des Browsers, zusätzliches Privacy-Leck gegenüber der CA
SHA-1 oder MD5 als Signaturalgorithmus: wird von allen aktuellen Browsern mit einem Fehler abgelehnt
DH-Parameter unter 2048 Bit: anfällig für den Logjam-Angriff
Kein CAA-DNS-Record: jede Zertifizierungsstelle könnte unautorisiert ein Zertifikat für Ihre Domain ausstellen

Was bei einem abgelaufenen Zertifikat passiert

Läuft ein SSL-Zertifikat ab, zeigen alle gängigen Browser eine große rote Warnseite – kein Nutzer kommt noch auf Ihre Website, ohne aktiv eine Ausnahme zu bestätigen, was die meisten verweigern. Suchmaschinen-Crawler verzeichnen Fehler und können Seiten nicht mehr crawlen; das beschädigt Indexierung und SEO-Trust. Bei Let's Encrypt-Zertifikaten mit ihrer 90-tägigen Laufzeit ist ein richtig eingerichtetes Auto-Renewal (Certbot Cron, Certbot systemd Timer oder ACME-Client im Hosting-Panel) zwingend. Wir richten das Monitoring so ein, dass Sie 30 Tage vor Ablauf informiert werden – als zweite Sicherheitsstufe neben der Automatisierung, falls das Auto-Renewal aus einem technischen Grund fehlschlägt.

07

Unser Vorgehen: Was Sie nach dem Auftrag erhalten

Unser Vorgehen: Was Sie nach dem Auftrag erhalten

Sie beauftragen uns mit der SSL-Einrichtung und HTTPS-Umstellung – wir übernehmen alles, von der Zertifikatsbeantragung bis zum abschließenden SSL-Labs-Test mit Dokumentation. Kein Stundensatz, kein offenes Ende, kein Abnahmestreit: Sie erhalten ein festes Ergebnis zu einem festen Preis, mit einem messbaren Qualitätskriterium – der SSL-Labs-Note.

  1. 1

    Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Konfiguration

    SSL-Labs-Test Ihrer Domain, Analyse der aktuellen TLS-Version, Cipher Suites, Zertifikatstyp, Schlüssellänge, HSTS-Status und Mixed-Content-Situation. Schriftliche Befundliste vor Beginn der Arbeiten – Sie wissen genau, was gemacht wird und warum.

  2. 2

    Zertifikat beantragen und installieren

    DV-Zertifikat via Let's Encrypt (kostenlos) oder kostenpflichtiges OV/EV-Zertifikat gemäß Ihren Anforderungen. Installation auf Ihrem Webserver, Konfiguration des Auto-Renewals mit Monitoring und Ablaufwarnung.

  3. 3

    TLS-Konfiguration nach BSI TR-02102-2

    Deaktivierung unsicherer Protokolle und Cipher Suites, Aktivierung von TLS 1.3 und TLS 1.2 (nur AEAD), Perfect Forward Secrecy via ECDHE, OCSP Stapling, CAA-DNS-Record-Prüfung und ggf. Einrichtung – gemäß Mozilla SSL Config Generator und BSI-Standard Version 2026-01.

  4. 4

    HTTPS-Umstellung und Mixed-Content-Bereinigung

    Migration aller internen URLs und Datenbankeinträge, Behebung aller identifizierten Mixed-Content-Fehler, Einrichtung des HTTP-zu-HTTPS-301-Redirects auf Webserverebene – nicht per CMS-Plugin.

  5. 5

    HSTS-Aktivierung

    Erst nach vollständiger Prüfung aller Subdomains: HSTS-Header mit korrektem max-age, begründete includeSubDomains-Entscheidung und ggf. Vorbereitung für Preloading – mit klarer schriftlicher Aufklärung über die Konsequenzen und Irreversibilität.

  6. 6

    Abnahme und Übergabedokumentation

    SSL-Labs-Ergebnis (A oder A+) als Screenshot, schriftliche Dokumentation aller Konfigurationsänderungen mit Dateipfaden und Parametern, Monitoring-Setup für Zertifikatsablauf. Sie erhalten eine vollständige, verständliche Zusammenfassung – auch für Ihren nächsten Dienstleister nachvollziehbar.

Klares Qualitätsziel: SSL Labs A oder A+

Wir liefern das vereinbarte Ergebnis: SSL Labs A oder A+, keine Mixed-Content-Fehler, HSTS korrekt konfiguriert, Konfiguration nach BSI TR-02102-2. Das Ergebnis ist messbar, nachweisbar und wird durch den Screenshot des Testergebnisses dokumentiert. Wenn das Ziel nicht erreicht wird, arbeiten wir auf eigene Kosten weiter – ohne Diskussion.

SSL-Einrichtung: Selbst machen vs. Agentur vs. WebEntwicklungshilfe.de

Drei Wege zur HTTPS-Konfiguration – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen:

KriteriumSelbst einrichten (Tutorial)Allgemeine Webdesign-AgenturWebEntwicklungshilfe.de
Technisches Know-how nötigHoch (Server, DNS, TLS)MittelKeins – wir übernehmen alles
Konfiguration nach BSI TR-02102-2Unwahrscheinlich ohne SpezialkenntnisseSelten explizitJa – als Standard (Version 2026-01)
Mixed Content vollständig behobenHäufig übersehenManchmalJa – vollständige Bereinigung inkl. Datenbank
SSL-Labs-BewertungB oder C typischB–AA oder A+ – angestrebt und dokumentiert
HSTS korrekt konfiguriertHäufig falsch oder nicht vorhandenManchmalJa – nach Review aller Subdomains
FestpreisNein (Zeitaufwand offen)SeltenJa – transparente Pakete ohne Stundensatz
Reaktionszeit bei RückfragenKeineVariabel< 30 Min an Werktagen – angestrebt
ÜbergabedokumentationKeineManchmalJa – immer schriftlich mit SSL-Labs-Screenshot

Festpreispakete: SSL & HTTPS

Alle Pakete sind Festpreise – kein Stundensatz, keine versteckten Kosten. Einmaliger Projektauftrag, keine laufende Bindung. Für Websites mit regelmäßigem Sicherheitsbedarf empfehlen wir ergänzend unsere Website-Sicherheitspakete unter /leistungen/website-sicherheit/.

Basis

299 € einmalig, zzgl. MwSt.

Für einfache Websites ohne CMS-Komplexität: Zertifikat einrichten, Redirect konfigurieren, grundlegender TLS-Check.

  • Let's Encrypt DV-Zertifikat einrichten und installieren
  • HTTP-zu-HTTPS-Redirect (301) auf Webserverebene
  • TLS-Protokollversionen prüfen und bereinigen (TLS 1.0/1.1 deaktivieren)
  • Basis-Mixed-Content-Scan und Behebung offensichtlicher Fehler
  • SSL-Labs-Test nach Abschluss (Ziel: A)
  • Schriftliche Übergabedokumentation
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Empfohlen

Professional

599 € einmalig, zzgl. MwSt.

Für Unternehmenswebsites, WordPress/CMS, mehrere Subdomains – vollständige Konfiguration nach BSI TR-02102-2 Version 2026-01 mit HSTS.

  • Alles aus Basis
  • Vollständige TLS-Konfiguration nach BSI TR-02102-2 Version 2026-01 (nur AEAD-Cipher-Suites, PFS via ECDHE, kein CBC bei TLS 1.2)
  • Vollständige Mixed-Content-Bereinigung inkl. Datenbank-Migration (WordPress, TYPO3, andere CMS)
  • HSTS-Aktivierung nach vollständiger Prüfung aller Subdomains
  • OCSP Stapling konfigurieren
  • CAA-DNS-Record prüfen und einrichten
  • SSL-Labs-Ziel: A+
  • Monitoring-Setup für Zertifikatsablauf (30-Tage-Vorlaufwarnung)
  • Schriftliche Befundliste vor Beginn + Abnahmedokumentation mit SSL-Labs-Screenshot
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Enterprise

Auf Anfrage Festpreis nach Analyse

Für komplexe Setups: OV/EV-Zertifikate, Load Balancer, mehrere Webserver, CI/CD-Integration, Behörden-Anforderungen.

  • Alles aus Professional
  • OV oder EV-Zertifikat (Auswahl und Beantragung)
  • Multi-Server und Load-Balancer-Konfiguration
  • Automatisiertes Zertifikatsmanagement (ACME-Integration in Deployment-Pipeline)
  • HSTS Preloading-Vorbereitung und -Antrag
  • BSI TR-02102-2-konformes Konfigurationsgutachten für Ausschreibungen und Audits
  • Persönliche Abstimmung und Projektmanagement
  • Priorisierter Support nach Projektabschluss
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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SSL und TLS?
SSL (Secure Sockets Layer) ist der historische Vorgänger von TLS (Transport Layer Security). Alle SSL-Versionen (2.0 und 3.0) sind seit Jahren kompromittiert und werden von keinem modernen Browser unterstützt. Die aktuell sichere Technologie heißt TLS – die gebräuchliche Bezeichnung SSL-Zertifikat ist allerdings auch heute noch verbreitet und meint in der Praxis dasselbe: ein Zertifikat, das TLS-Verbindungen absichert. Wenn wir SSL einrichten sagen, meinen wir TLS 1.2 (mit AEAD-Cipher-Suites) und TLS 1.3.
Ist HTTPS auch ohne Online-Shop Pflicht?
Ja. DSGVO Art. 32 verlangt die Verschlüsselung personenbezogener Daten für jeden Verantwortlichen, der solche Daten verarbeitet. Sobald Ihre Website ein Kontaktformular, eine Newsletteranmeldung oder einen Login enthält, sind Sie zur Verschlüsselung verpflichtet – unabhängig davon, ob Zahlungen verarbeitet werden. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat dies ausdrücklich bestätigt. Bei Verstößen gegen Art. 32 drohen Bußgelder nach Art. 83 Abs. 4 DSGVO von bis zu 10 Mio. EUR oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes.
Was bedeutet 'Nicht sicher' im Browser und was muss ich tun?
Der Browser zeigt Nicht sicher in der Adressleiste, wenn die Seite über HTTP (unverschlüsselt) aufgerufen wird – oder wenn über HTTPS geladen wird, aber Ressourcen über HTTP nachgeladen werden (Mixed Content). Im ersten Fall benötigen Sie ein SSL-Zertifikat und eine HTTPS-Konfiguration. Im zweiten Fall muss ein Mixed-Content-Audit durchgeführt werden, der alle Ressourcenquellen der Seite erfasst. Wir identifizieren und beheben die Ursache vollständig.
Was ist Mixed Content und wie entsteht es?
Mixed Content entsteht, wenn eine über HTTPS ausgelieferte Seite gleichzeitig Ressourcen (Bilder, CSS, JavaScript, Fonts) über unverschlüsseltes HTTP nachlädt. Aktiver Mixed Content (JavaScript, iFrames) wird von Browsern vollständig blockiert – die Seite funktioniert dann nicht mehr korrekt. Passiver Mixed Content (Bilder) wird mit Warnungen angezeigt. Die häufigste Ursache sind hardcodierte http://-URLs in CMS-Datenbanken und Templates, die bei der HTTPS-Umstellung nicht aktualisiert wurden.
Brauche ich ein kostenpflichtiges Zertifikat oder reicht Let's Encrypt?
Für die meisten Unternehmenswebsites reicht Let's Encrypt vollständig aus. Es stellt kostenlose DV-Zertifikate (Domain Validation) aus, die von allen Browsern als vertrauenswürdig eingestuft werden und dasselbe Schlosssymbol erzeugen wie kostenpflichtige Zertifikate. Der einzige praktische Unterschied: Let's Encrypt prüft nur die Domaineigentümerschaft, keine Unternehmensidentität. OV- oder EV-Zertifikate sind sinnvoll, wenn Ihre Kunden oder Auftraggeber die Unternehmensvalidierung explizit fordern.
Was ist HSTS und wann sollte ich es aktivieren?
HSTS (HTTP Strict Transport Security) ist ein HTTP-Antwort-Header, der Browser anweist, alle zukünftigen Anfragen an Ihre Domain ausschließlich über HTTPS abzuwickeln – direkt im Browser, ohne vorherige HTTP-Anfrage. Das verhindert SSL-Stripping-Angriffe. HSTS sollte erst aktiviert werden, wenn 100 % aller Ressourcen und Subdomains sicher über HTTPS erreichbar sind, weil der Browser dann für die Dauer des max-age-Wertes keine HTTP-Verbindung mehr zur Domain aufbaut. Ein falsch gesetzter HSTS-Header kann eine Website für Besucher dauerhaft unzugänglich machen.
Wie prüfe ich, ob meine TLS-Konfiguration sicher ist?
Das einfachste und aussagekräftigste Werkzeug ist der SSL Labs Server Test unter ssllabs.com/ssltest – kostenlos, öffentlich, keine Registrierung nötig. Er bewertet Protokollversionen, Cipher Suites, Zertifikat, Forward Secrecy und viele weitere Parameter mit einer Schulnote (A+ bis F). Ziel ist A oder A+. Ergänzend bietet das MDN HTTP Observatory unter developer.mozilla.org/en-US/observatory eine Analyse der HTTP-Sicherheits-Header.
Welche TLS-Versionen sind aktuell noch sicher?
Sicher und empfohlen sind TLS 1.3 (bevorzugt) und TLS 1.2 (nur mit AEAD-Cipher-Suites und PFS). TLS 1.0 und TLS 1.1 wurden durch RFC 8996 (März 2021) formal abgekündigt und von allen aktuellen Browsern entfernt. Das BSI legt in TR-02102-2 (Version 2026-01, veröffentlicht am 27.01.2026) explizit fest: Mindestversion TLS 1.2 mit AEAD-Cipher-Suites und PFS, empfohlen TLS 1.3, verboten SSL 2.0, SSL 3.0, TLS 1.0 und TLS 1.1 sowie CBC-basierte TLS-1.2-Cipher-Suites.

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