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Website-Sicherheit · Härtung & Absicherung · Deutschlandweit

Website härten – präventive Sicherheits-Härtung für Ihren Webserver

Fehlkonfigurationen, veraltete Software und fehlende Zugriffskontrollen sind die häufigsten Einfallstore für Angreifer. Wir schließen diese Lücken systematisch – nach BSI IT-Grundschutz, OWASP und DSGVO Art. 32 – bevor etwas passiert.

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Website härten – präventive Sicherheits-Härtung für Ihren Webserver
Security Misconfiguration – laut OWASP Top 10:2021 die am häufigsten auftretende Schwachstellenkategorie in getesteten Webanwendungen
A05:2021

Security Misconfiguration – laut OWASP Top 10:2021 die am häufigsten auftretende Schwachstellenkategorie in getesteten Webanwendungen

aller automatisierten Kontoübernahme-Angriffe werden laut Microsoft-Studie (Alex Weinert, RSA 2020) durch MFA blockiert
>99,9 %

aller automatisierten Kontoübernahme-Angriffe werden laut Microsoft-Studie (Alex Weinert, RSA 2020) durch MFA blockiert

erscheint der Begriff Härtung laut FB Pro GmbH im BSI IT-Grundschutz-Kompendium 2023 – doppelt so oft wie in der 2018er-Edition
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erscheint der Begriff Härtung laut FB Pro GmbH im BSI IT-Grundschutz-Kompendium 2023 – doppelt so oft wie in der 2018er-Edition

Reaktionszeit werktags nach Projektanfrage – Festpreis, 100 % Erfolgsgarantie
< 30 Min.

Reaktionszeit werktags nach Projektanfrage – Festpreis, 100 % Erfolgsgarantie

Sicherheits-Härtung bedeutet: Ihren Webserver, Ihre Webanwendung und Ihre Infrastruktur so konfigurieren, dass Angreifer möglichst wenig Angriffsfläche vorfinden. Das umfasst konsequentes Patch-Management, Zwei-Faktor-Authentifizierung, eine Web Application Firewall, das Prinzip minimaler Rechte, Datei-Integritätsprüfung und sichere Server-Konfiguration – sieben Schichten, die zusammenwirken müssen, damit jede einzelne ihre Wirkung entfaltet.

Sicherheitsrelevante Fehlkonfigurationen sind gemäß OWASP Top 10:2021 (A05) die am weitesten verbreitete Schwachstellenkategorie in getesteten Webanwendungen. Gleichzeitig fordert Art. 32 DSGVO explizit geeignete technische und organisatorische Maßnahmen – mit Nachweispflicht. Wer diese Anforderungen nicht erfüllt, riskiert nicht nur einen Einbruch, sondern auch Bußgelder und Haftungsfragen. Den strategischen Gesamtrahmen finden Sie auf unserer Pillar-Seite Website-Sicherheit – diese Seite zeigt, wie wir Ihr System konkret Schicht für Schicht härten.

01

Was bedeutet Website härten – und warum reicht ein Antivirusprogramm nicht?

Was bedeutet Website härten – und warum reicht ein Antivirusprogramm nicht?

Viele Betreiber glauben, ein Sicherheits-Plugin oder eine Firewall-Appliance genüge. Sicherheits-Härtung ist ein anderer Ansatz: Sie reduzieren aktiv die Angriffsfläche Ihres Systems, bevor ein Angreifer sie ausnutzen kann. Das unterscheidet präventive Härtung von reaktiven Sicherheitslösungen wie Antivirusprogrammen, die erst nach einer Infektion eingreifen.

Defence-in-Depth: Mehrere Schichten, kein einzelner Schutzwall

Das Konzept hinter professioneller Härtung ist Defence-in-Depth: Jede Sicherheitsschicht setzt voraus, dass die nächste versagen könnte. Eine WAF allein nützt wenig, wenn der Datenbanknutzer Root-Rechte hat. Ein starkes Passwort bringt wenig, wenn veraltete Bibliotheken eine bekannte CVE enthalten. Erst das Zusammenspiel aller Schichten erzeugt echte Widerstandsfähigkeit.

  • Patch-Management: Software, Frameworks und CMS-Plugins aktuell halten
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA / MFA): Kontodiebstahl auch bei geleakten Passwörtern verhindern
  • Web Application Firewall (WAF): Angriffe auf Anwendungsebene filtern und blockieren
  • Least Privilege / Minimale Rechte: Jeder Prozess, Nutzer und Dienst erhält nur die Rechte, die er wirklich benötigt
  • Datei-Integritätsmonitoring (FIM): Unerlaubte Änderungen an Systemdateien sofort erkennen
  • Sichere Konfiguration: Webserver, TLS, Security Headers und Netzwerk korrekt einrichten
  • Monitoring und Logging: Auffälligkeiten früh erkennen, dokumentieren und darauf reagieren

Sicherheits-Härtung ist eine Teildisziplin unserer übergeordneten Leistung Website-Sicherheit. Wenn Sie zuerst wissen möchten, wo Ihr System aktuell steht, empfehlen wir einen Sicherheits-Audit als Einstieg.

02

Patch-Management: Bekannte Lücken schließen, bevor Angreifer sie finden

Patch-Management: Bekannte Lücken schließen, bevor Angreifer sie finden

Die meisten erfolgreichen Angriffe auf Webanwendungen nutzen bekannte Schwachstellen – keine Zero-Days. Angreifer scannen das Internet automatisiert nach ungepatchten Versionen von WordPress, Symfony, Laravel, jQuery oder gängigen Server-Paketen. Ein konsequentes Patch-Management ist damit oft die wirksamste Einzelmaßnahme überhaupt.

Automatisierte Updates und Dependency-Scanning

  1. 1

    Inventarisierung aller Abhängigkeiten

    Wir erfassen sämtliche eingesetzten Pakete, Libraries, Plugins und Server-Komponenten mit ihren Versionsnummern und konfigurieren Software Composition Analysis (SCA) – zum Beispiel über Dependabot oder npm audit – direkt in Ihre CI/CD-Pipeline.

  2. 2

    Konfiguration automatisierter Sicherheitsupdates

    Für Debian/Ubuntu-Server richten wir unattended-upgrades so ein, dass sicherheitsrelevante Pakete automatisch eingespielt werden – ohne manuellen Aufwand und mit konfigurierbaren Blacklists für kritische Produktivpakete, die Sie manuell freigeben möchten.

  3. 3

    Lock-Files und Prüfsummen für Abhängigkeiten

    Lock-Files (composer.lock, package-lock.json) werden versioniert. Jede Änderung an Abhängigkeiten läuft über einen definierten Freigabeprozess mit Prüfsummen-Vergleich, sodass keine ungeprüfte Bibliothek in die Produktion gelangt.

  4. 4

    Secrets-Scan im Quellcode

    Laut GitGuardian State of Secrets Sprawl Report 2025 wurden allein 2024 rund 23,8 Millionen Zugangsdaten auf GitHub exponiert – und 70 % der 2022 geleakten Secrets waren 2025 noch gültig. Wir richten automatisierte Scans ein, die Credentials, API-Keys und Tokens im Quellcode erkennen, bevor sie in ein Repository gelangen.

03

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Den größten Hebel für Konto-Sicherheit aktivieren

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Den größten Hebel für Konto-Sicherheit aktivieren

Laut einer Microsoft-Studie (Alex Weinert, RSA 2020) blockiert MFA über 99,9 % aller automatisierten Kontoübernahme-Angriffe. Trotzdem ist 2FA bei vielen Unternehmenswebseiten und Admin-Oberflächen nicht aktiviert – oder es wird eine schwache Variante eingesetzt. Das BSI hat die gängigen 2FA-Verfahren bewertet; nicht alle sind gleich sicher.

2FA-Verfahren im Vergleich (nach BSI-Bewertung)

VerfahrenSicherheitsniveauPhishing-ResistentBSI-Empfehlung
FIDO2 / Hardware-TokenSehr hochJa – kryptografische Domain-Bindung, privater Schlüssel verlässt das Gerät nieErste Wahl
TOTP-App (z. B. Authenticator)HochNein – Echtzeit-Phishing-Proxy-Angriffe möglichEmpfohlen
Push-TANMittel bis hochNein – gerätegebunden, aber ohne Domain-BindungAkzeptabel
SMS-TANMittelNein – anfällig für SIM-Swapping und Dienst-LeaksSchwächste Option

Wir implementieren 2FA passend zu Ihrer bestehenden Infrastruktur: FIDO2/WebAuthn für maximale Sicherheit, TOTP-Integration für CMS und Admin-Panels (WordPress, Typo3, Laravel Fortify, Filament), und begleiten Ihr Team bei der Umstellung ohne Produktivitätsverlust.

SMS-TAN ist nach BSI-Bewertung die schwächste 2FA-Variante und anfällig für SIM-Swapping. Wenn Ihr Admin-Bereich aktuell per SMS gesichert ist, empfehlen wir die Migration auf TOTP oder FIDO2.

04

Web Application Firewall (WAF): Angriffe auf Anwendungsebene filtern

Web Application Firewall (WAF): Angriffe auf Anwendungsebene filtern

Eine klassische Netzwerk-Firewall blockt auf IP- und Port-Ebene. Eine WAF operiert auf Layer 7 des OSI-Modells – sie analysiert den HTTP-Inhalt jeder Anfrage und blockiert bekannte Angriffsmuster wie SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) oder Server-Side Request Forgery (SSRF), bevor diese Ihre Anwendung erreichen.

ModSecurity mit OWASP Core Rule Set: Open-Source, bewährt, anpassbar

Für Apache- und Nginx-Server setzen wir ModSecurity in Kombination mit dem OWASP Core Rule Set (CRS) ein. Das CRS bietet vorkonfigurierte Erkennungsregeln für alle OWASP-Top-10-Angriffskategorien und wird aktiv gepflegt. Im Anschluss an die Installation führen wir ein Tuning durch: URI-Parameter-Whitelists, explizite Allow/Deny-Regeln und ein Paranoia-Level, das zu Ihrem Traffic-Profil passt – damit keine legitimen Anfragen fälschlicherweise geblockt werden.

  • SQL-Injection und NoSQL-Injection (OWASP A03)
  • Cross-Site-Scripting (XSS) und HTML-Injection
  • Server-Side Request Forgery / SSRF (OWASP A10)
  • Path Traversal und Local File Inclusion
  • Layer-7-DDoS und Brute-Force-Angriffe auf Login-Endpunkte
  • Bekannte Exploit-Signaturen auf Basis öffentlicher CVEs

Eine WAF ist kein Allheilmittel – sie ist eine Schicht in einem Defence-in-Depth-Konzept. Wir konfigurieren sie immer zusammen mit den übrigen Härtungsmaßnahmen, nie als Ersatz dafür.

05

Least Privilege: Jeder Prozess bekommt nur, was er wirklich braucht

Least Privilege: Jeder Prozess bekommt nur, was er wirklich braucht

Das Prinzip minimaler Rechte (Least Privilege) ist eines der wirksamsten Konzepte in der IT-Sicherheit: Jeder Nutzer, jeder Prozess und jeder Dienst erhält ausschließlich die Berechtigungen, die er für seine konkrete Aufgabe benötigt – nicht mehr. BSI IT-Grundschutz Baustein ORP.4 fordert dies explizit, ebenso Art. 32 Abs. 4 DSGVO, der die Verarbeitung personenbezogener Daten nur auf Weisung des Verantwortlichen erlaubt.

Konkrete Umsetzung auf Infrastruktur-Ebene

Datenbanknutzer mit ausschließlich den benötigten SQL-Rechten (SELECT, INSERT, UPDATE – kein DROP, kein FILE)
Webserver-Prozesse laufen nicht als root – dedizierter Systemnutzer mit minimalen Dateisystemrechten
SSH-Zugang nur über Key-Authentifizierung, kein Passwort-Login, kein direkter root-Login
RBAC (Role-Based Access Control): Rollen klar definiert, Need-to-know-Prinzip durchgesetzt
Aufgabentrennung (Separation of Duties) für inkompatible Funktionen
Regelmäßige Zugriffsrevision und Rezertifizierung aller Benutzerkonten
Vollständige Dokumentation des Benutzer- und Gruppen-Lebenszyklus (BSI ORP.4)

Ein kompromittiertes Konto mit eingeschränkten Rechten kann erheblich weniger Schaden anrichten als ein kompromittiertes Admin-Konto. Least Privilege begrenzt den sogenannten Blast Radius – also den maximalen Schaden, den ein Angreifer nach einem erfolgreichen Einbruch verursachen kann.

06

Datei-Integritätsmonitoring: Unerlaubte Änderungen sofort erkennen

Datei-Integritätsmonitoring: Unerlaubte Änderungen sofort erkennen

Webshells – vom Angreifer eingeschleuste PHP- oder Script-Dateien – fallen ohne aktives Monitoring oft wochenlang nicht auf. Datei-Integritätsmonitoring (FIM) erstellt kryptografische Prüfsummen aller sicherheitsrelevanten Dateien und schlägt Alarm, sobald eine Datei ohne autorisierte Änderung verändert, gelöscht oder hinzugefügt wird.

AIDE oder OSSEC: Das richtige Werkzeug für Ihre Infrastruktur

FIM-Werkzeuge im Vergleich

WerkzeugArchitekturEchtzeit-AlertsGeeignet für
AIDEStandalone, kein DaemonNein – zeitgesteuert via CronEinzelne Server, einfache Deployments ohne zentrale Infrastruktur
OSSECClient-Server (HIDS)Ja – inkl. Log-Analyse und Rootkit-DetectionMulti-Server mit zentralem Log-Management, auch Windows-Agenten
TripwireStandalone mit Policy-EngineNein – zeitgesteuertUmgebungen mit strengen Audit-Anforderungen, Zwei-Schlüssel-Verschlüsselung

Für einzelne Server empfehlen wir AIDE (Advanced Intrusion Detection Environment): leichtgewichtig, kein zusätzlicher Daemon, SHA-256/SHA-512-Prüfsummen, Überwachung von Inode, Zugriffsrechten und Dateigröße. Für Umgebungen mit mehreren Servern setzen wir OSSEC mit zentralem Management und Echtzeit-Alerts ein. Wir konfigurieren das Monitoring, integrieren die Alerts in Ihr Benachrichtigungssystem und stellen sicher, dass die Baseline nach jedem legitimen Deployment aktualisiert wird.

07

Sichere Server-Konfiguration: Von TLS bis Security Headers

Sichere Server-Konfiguration: Von TLS bis Security Headers

Eine falsch konfigurierte Server-Umgebung stellt eine der größten Angriffsflächen dar – und ist gleichzeitig eine der am einfachsten zu behebenden. Versionsinfos in HTTP-Headern, veraltete TLS-Versionen, fehlende Security Headers und offene HTTP-Methoden sind typische Befunde, die bei jedem Penetrationstest auftauchen.

Apache und Nginx: Die wichtigsten Härtungsmaßnahmen

Versionsinfos in HTTP-Headern unterdrücken (server_tokens off / ServerTokens Prod + ServerSignature Off)
Nur TLS 1.2 und TLS 1.3 zulassen – SSLv3, TLS 1.0 und TLS 1.1 deaktivieren
Starke Cipher-Suites (EECDH, AESGCM) – RC4, 3DES, MD5 und NULL ausschließen
Diffie-Hellman-Parameter eigenständig generieren (mindestens 4096 Bit) – gilt ausschließlich für TLS 1.2; TLS 1.3 verwendet feste Named Groups und benötigt keine eigenen DH-Parameter
X-Frame-Options: SAMEORIGIN setzen (Clickjacking-Schutz)
X-Content-Type-Options: nosniff setzen (MIME-Sniffing verhindern)
Content-Security-Policy (CSP) konfigurieren: Inline-Skripte und unbekannte Quellen blockieren
Strict-Transport-Security (HSTS) aktivieren: Protokoll-Downgrades auf HTTP verhindern
HTTP-Methoden einschränken: nur GET, HEAD, POST – TRACE und DELETE mit 405 ablehnen
Directory Listing deaktivieren, Fehlermeldungen ohne Stack-Trace ausgeben
Firewall: deny incoming als Default, nur Port 22, 80 und 443 öffnen
SSH: Ed25519-Keys bevorzugt (moderner Standard); RSA-4096 als Alternative vertretbar – kein Passwort-Login, maximal 3 Login-Versuche, sichere Cipher

Fehlende Security Headers wie CSP oder HSTS sind kein ästhetisches Problem – sie ermöglichen Clickjacking, XSS und Protokoll-Downgrade-Angriffe. Qualys SSL Labs und securityheaders.com listen diese Lücken als kritische Befunde.

08

Monitoring und Logging: Angriffe früh erkennen, bevor sie Schaden anrichten

Monitoring und Logging: Angriffe früh erkennen, bevor sie Schaden anrichten

OWASP klassifiziert unzureichendes Logging und Monitoring als eigenständige Kategorie (A09:2021) – weil fehlende Protokollierung bedeutet, dass ein Angreifer oft tagelang unentdeckt agieren kann. DSGVO Art. 32 fordert zudem die regelmäßige Prüfung, Bewertung und Evaluierung der Wirksamkeit aller Sicherheitsmaßnahmen – was ohne belastbare Logs schlicht nicht möglich ist.

Was geloggt werden muss – und wie

  • Authentifizierungsfehler (fehlgeschlagene Logins, gesperrte Konten)
  • Abgelehnte Zugriffsversuche auf geschützte Ressourcen
  • WAF-Auslöser und Rate-Limit-Ereignisse
  • Konfigurationsseitige Änderungen an Server- und Anwendungsdateien
  • Admin-Aktionen (Nutzeranlage, Rechtevergabe, Massenexporte)
  • Fehler in der Kryptografie oder beim Session-Management

Wir richten zentralisiertes, manipulationssicheres Logging ein: JSON-Format für SIEM-Integration, Write-Once-Konfiguration und Remote-Log-Shipping, sodass ein Angreifer seine Spuren nicht verwischen kann. Automatische Alerts für definierte Anomalie-Schwellenwerte stellen sicher, dass Ihr Team bei einem Vorfall sofort benachrichtigt wird – und nicht erst nach Tagen durch Zufall.

Incident-Response-Pläne gehören zum Monitoring: DSGVO verpflichtet zur Meldung von Datenpannen innerhalb von 72 Stunden. Ohne dokumentierte Prozesse und belastbare Logs ist diese Frist kaum einzuhalten.

09

Häufige Fehler beim Website-Härten – und wie wir sie systematisch beheben

Häufige Fehler beim Website-Härten – und wie wir sie systematisch beheben

Die meisten Schwachstellen, die wir in der Praxis vorfinden, sind keine exotischen Zero-Days. Sie sind bekannte, dokumentierte Fehler, die seit Jahren in OWASP, BSI-Grundschutz und CVE-Datenbanken gelistet sind – aber nie behoben wurden. Security Misconfiguration belegt in der OWASP Top 10:2021 als Kategorie A05 Platz fünf und ist damit eine der häufigsten und folgenreichsten Schwachstellenklassen überhaupt.

Häufige Schwachstellen und ihre Behebung

SchwachstelleRisikoUnsere Maßnahme
Default Credentials nicht geändertHoch – trivialer Einstiegspunkt bei echten EinbrüchenSichere Passwörter erzwingen, 2FA aktivieren
Veraltete TLS-Versionen (1.0/1.1 aktiv)Hoch – Downgrade-Angriffe möglichTLS 1.2/1.3 erzwingen, ältere Versionen deaktivieren
Versionsinfos in HTTP-Headern sichtbarMittel – erleichtert gezieltes Vulnerability-Scanningserver_tokens off, ServerTokens Prod konfigurieren
Fehlende Security HeadersHoch – XSS, Clickjacking und MIME-Sniffing möglichCSP, HSTS, X-Frame-Options, nosniff vollständig setzen
Datenbanknutzer mit Root-RechtenKritisch – vollständige Datenbank bei SQL-Injection kompromittierbarMinimale SQL-Rechte, kein admin-Account für Anwendungen
Secrets im Quellcode oder RepositoryKritisch – Zugangsdaten dauerhaft exponiertSecrets-Scan, Umgebungsvariablen, Secret Manager einrichten
Kein Datei-IntegritätsmonitoringHoch – Webshells bleiben wochenlang unentdecktAIDE oder OSSEC konfigurieren, regelmäßige Baseline-Prüfung
Fehlende oder unvollständige LogsHoch – Angriffe bleiben unentdeckt, DSGVO-Nachweis fehltZentralisiertes Logging, automatische Alerts einrichten

Präventive Härtung setzt an diesen dokumentierten Schwachstellen an: systematisch, checklisten-basiert und vollständig schriftlich dokumentiert, damit Sie gegenüber Prüfern und Aufsichtsbehörden jederzeit belastbare Nachweise erbringen können.

10

BSI IT-Grundschutz und DSGVO Art. 32: Normative Anforderungen, die wir erfüllen

BSI IT-Grundschutz und DSGVO Art. 32: Normative Anforderungen, die wir erfüllen

Härtung ist nicht nur eine technische Best Practice – sie ist regulatorisch gefordert. BSI IT-Grundschutz, DSGVO Art. 32, NIS 2 und ISO 27001 verlangen explizit Konfigurationsmanagement, Zugriffskontrollen und nachweisbare Sicherheitsmaßnahmen. Wir liefern nach jeder Härtungsmaßnahme eine schriftliche Dokumentation, die Sie als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und im Falle eines Audits verwenden können.

  • DSGVO Art. 32: Pseudonymisierung, Verschlüsselung, Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Wiederherstellbarkeit und regelmäßige Wirksamkeitsprüfung – wir implementieren und dokumentieren alle genannten Maßnahmen
  • BSI OPS.1.1.1: Konfigurationsvorgaben zur Härtung dokumentieren, bereitstellen und automatisiertes Monitoring einrichten – unser Standard-Lieferumfang
  • BSI ORP.4: Vollständige Dokumentation des Benutzer- und Gruppen-Lebenszyklus, regelmäßige Zugriffsrevision – wir liefern das Berechtigungskonzept schriftlich
  • NIS 2: Risikomanagementmaßnahmen, Incident-Response, sichere Lieferkette – unsere Härtungsmaßnahmen adressieren alle drei Bereiche
  • ISO 27001: International anerkannter Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Geschäftspartnern – unsere Dokumentation ist auf ISO-Auditanforderungen abgestimmt

Laut einer Analyse von FB Pro GmbH enthält das BSI IT-Grundschutz-Kompendium 2023 den Begriff Härtung 55-mal – doppelt so häufig wie die 2018er-Edition. Härtung ist damit kein Bonus-Feature, sondern Kernanforderung des Grundschutzes (Quelle: FB Pro GmbH – BSI Grundschutz Systemhärtung, Drittquelle auf Basis des BSI-Kompendiums).

Reaktive Sicherheit vs. präventive Sicherheits-Härtung

Viele Unternehmen investieren in Sicherheit erst nach einem Vorfall. Der Vergleich zeigt, warum präventive Härtung langfristig deutlich effizienter ist.

KriteriumReaktiver Ansatz (nach Vorfall)Präventive Härtung (vorher)
KostenHoch – Incident-Response, Datenverlust, Reputationsschäden, ggf. BußgelderKalkulierbar – Festpreis, einmaliger Aufwand mit langfristiger Wirkung
AusfallzeitStunden bis Tage – oft inklusive Datenverlust und WiederherstellungsaufwandKeine – Härtung erfolgt im laufenden Betrieb oder im definierten Wartungsfenster
DSGVO-KonformitätReaktiv schwer nachweisbar, Meldepflicht bei Datenpanne innerhalb von 72 StundenProaktiv dokumentierbar, schriftlicher Nachweis für Art. 32-Prüfungen
AngriffsflächeBleibt unverändert bis zur nächsten KriseWird systematisch und nachweisbar auf das Minimum reduziert
KundenvertrauenKunden und Partner erfahren vom Vorfall – dauerhafter ReputationsverlustZertifizierbare Nachweise stärken Vertrauen bei Kunden, Partnern und Behörden
SkalierbarkeitJeder Vorfall erfordert individuelle Krisenreaktion ohne BaselineHärtungs-Baseline skaliert mit jedem neuen System und kann reproduziert werden

Sicherheits-Härtung: Festpreise ohne versteckte Kosten

Alle Pakete beinhalten eine schriftliche Dokumentation der umgesetzten Maßnahmen, Festpreis-Garantie und Reaktionszeit werktags unter 30 Minuten. Kein Stundensatz-Risiko.

Härtung Basis

390 € einmalig

Grundlegende Härtung für einen einzelnen Webserver. Ideal für kleine Unternehmenswebseiten und Agenturen.

  • Webserver-Konfiguration (Apache oder Nginx): server_tokens, TLS 1.2/1.3, Cipher-Suites
  • Security Headers vollständig setzen (CSP, HSTS, X-Frame-Options, nosniff)
  • SSH-Härtung: Key-Auth (Ed25519 bevorzugt), kein Root-Login, sichere Cipher und Login-Begrenzung
  • Firewall-Grundkonfiguration (ufw oder iptables)
  • HTTP-Methoden einschränken, Directory Listing deaktivieren
  • Schriftlicher Bericht mit allen umgesetzten Maßnahmen
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Empfohlen

Härtung Professionell

790 € einmalig

Vollständige Härtung nach BSI IT-Grundschutz und OWASP für Unternehmenswebseiten und Shops mit Kundendaten.

  • Alles aus Härtung Basis
  • WAF-Installation und Konfiguration (ModSecurity + OWASP Core Rule Set) inkl. Tuning
  • 2FA-Implementierung für Admin-Bereiche (TOTP oder FIDO2/WebAuthn)
  • Least-Privilege-Konfiguration (Datenbanknutzer, Webserver-Prozess, SSH)
  • Datei-Integritätsmonitoring einrichten (AIDE oder OSSEC je nach Infrastruktur)
  • Automatisierte Sicherheitsupdates konfigurieren (unattended-upgrades)
  • Secrets-Scan im Quellcode und Deployment-Prozess
  • Dokumentation nach DSGVO Art. 32 (TOM-Nachweis)
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Härtung Enterprise

1.490 € einmalig

Umfassendes Härtungspaket für mehrere Server, komplexe Infrastrukturen und Unternehmen mit erhöhten Compliance-Anforderungen (NIS 2, ISO 27001).

  • Alles aus Härtung Professionell
  • Bis zu 3 Server oder Umgebungen (Produktion, Staging, Dev)
  • Zentralisiertes Logging und Monitoring (OSSEC mit Remote-Log-Shipping)
  • RBAC-Berechtigungskonzept schriftlich dokumentiert und auditierbar
  • Incident-Response-Plan (Vorlage mit projektspezifischer Anpassung)
  • Compliance-Dokumentation für NIS 2, ISO 27001 und DSGVO Art. 32
  • 90 Tage After-Care: bis zu 3 Stunden Anpassungen nach Deployment inklusive
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Häufige Fragen

Was ist Sicherheits-Härtung genau – und was unterscheidet sie von einem Sicherheits-Audit?
Ein Sicherheits-Audit analysiert den Ist-Zustand und identifiziert Schwachstellen – er verändert nichts. Sicherheits-Härtung ist der nächste Schritt: Wir setzen die Maßnahmen um, die Schwachstellen schließen. Beides ist sinnvoll – ein Audit vor der Härtung zeigt, wo der Handlungsbedarf am größten ist. Auf unserer Pillar-Seite Website-Sicherheit finden Sie alle Teildisziplinen im Überblick.
Wie härte ich einen Apache- oder Nginx-Webserver konkret?
Die wichtigsten Schritte: Versionsinfos in HTTP-Headern unterdrücken, nur TLS 1.2/1.3 zulassen, starke Cipher-Suites konfigurieren, Security Headers setzen (CSP, HSTS, X-Frame-Options, nosniff), HTTP-Methoden auf GET/HEAD/POST einschränken und Directory Listing deaktivieren. Wir führen das vollständig und dokumentiert durch – inklusive Konfigurationsdatei-Backup vor jeder Änderung.
Welche 2FA-Methode ist am sichersten – SMS, TOTP oder FIDO2?
Nach BSI-Bewertung ist FIDO2 (Hardware-Token oder Passkey) die sicherste Option, da der private Schlüssel nie das Gerät verlässt und die Authentifizierung an eine konkrete Domain gebunden ist – Phishing ist damit strukturell ausgeschlossen. TOTP-Apps sind gut, aber anfällig für Echtzeit-Phishing-Proxy-Angriffe. SMS-TAN ist die schwächste Variante und vom BSI ausdrücklich als solche eingestuft.
Was fordert DSGVO Art. 32 konkret an technischen Maßnahmen?
Art. 32 DSGVO verlangt Pseudonymisierung, Verschlüsselung, Sicherstellung von Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit sowie die Möglichkeit zur Wiederherstellung nach Vorfällen. Zusätzlich ist eine regelmäßige Prüfung der Wirksamkeit aller Maßnahmen vorgeschrieben. Wir dokumentieren jeden Härtungsschritt so, dass Sie diese Nachweise bei Audits und gegenüber Aufsichtsbehörden vorlegen können.
Was ist ein Datei-Integritätsmonitor – und brauche ich das wirklich?
Ein File Integrity Monitor (FIM) wie AIDE oder OSSEC erstellt kryptografische Prüfsummen Ihrer Systemdateien und schlägt Alarm, sobald eine Datei unerwartet verändert wird. Das ist die einzige zuverlässige Methode, Webshells – vom Angreifer eingeschleuste Script-Dateien – zu entdecken. Ohne FIM kann ein Angreifer Ihren Server wochenlang missbrauchen, ohne dass Sie es bemerken.
Kann die Härtung den laufenden Betrieb stören?
Wir führen alle Härtungsmaßnahmen mit einer Backup-Strategie durch: Konfigurationsdateien werden vor jeder Änderung gesichert, kritische Änderungen im Wartungsfenster umgesetzt. WAF-Konfigurationen werden im Detection-Only-Modus eingespielt und erst nach Tuning auf Blocking gesetzt, damit keine legitimen Anfragen geblockt werden.
Wie oft sollte ich die Härtung wiederholen oder überprüfen?
Härtung ist kein einmaliger Vorgang. Nach jeder größeren Software-Aktualisierung, nach einem Infrastrukturwechsel oder regelmäßig alle 6 bis 12 Monate sollte ein Re-Audit der Härtungs-Baseline stattfinden. DSGVO Art. 32 schreibt zudem die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit vor. Unser Enterprise-Paket enthält 90 Tage After-Care – für längerfristige Begleitung sprechen wir gern ein individuelles Wartungspaket ab.
Welche Security Headers sollte ich immer setzen?
Die wichtigsten Headers sind: Content-Security-Policy (CSP) – verhindert Inline-Script-Injektion und XSS; Strict-Transport-Security (HSTS) – verhindert Protokoll-Downgrade auf HTTP; X-Frame-Options: SAMEORIGIN – Clickjacking-Schutz; X-Content-Type-Options: nosniff – verhindert MIME-Sniffing; Referrer-Policy – kontrolliert Referrer-Informationen. Wir setzen alle fünf plus situativ weitere Header wie Permissions-Policy.

Website härten lassen – Festpreis, Reaktion werktags unter 30 Minuten

Schildern Sie uns Ihre Infrastruktur und Anforderungen in wenigen Schritten – wir erstellen Ihnen ein konkretes Angebot ohne Stundensatz-Risiko und ohne versteckte Kosten. Alle Pakete beinhalten schriftliche Dokumentation der umgesetzten Maßnahmen. Projektanfrage unter /projekt-anfrage/?service=website-sicherheit

Antwort werktags unter 30 minuten · Festpreis · 100% Erfolgsgarantie